Reisetagebuch, Tag 4 von San Francisco über Mountainview und Cupertino nach Mariposa:

Heute holten wir gleich nach dem Frühstück den Mietwagen (wir bekamen einen Hyundai Santa Fe) ab und fuhren damit zurück zum Hotel, um unser Gepäck einzuladen und auszuchecken. Danach ging also nun endlich auch offiziell die Mietwagenrundreise los. Zur Navigation hatten wir uns im Vorfeld Offline-Karten fürs iPhone besorgt, da wir mit Navigationsgeräten der Mietwagenfirmen schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Da wir außerdem ein paar Wochen mit dem Auto unterwegs sein würde, hätten sich die Extrakosten für ein Navi ganz schön aufsummiert. Zusätzlich hatte Tobias einen Straßenatlas der USA gekauft, mit denen wir parallel immer die Route verfolgten bzw. damit Alternativen herausgesucht. Den Atlas können wir definitiv empfehlen, um zwischen zwei Städten zu navigieren. Aber es muss einem klar sein, dass damit eine Navigation innerhalb einer Stadt selbst nur eingeschränkt funktioniert, da hier der Detailgrad der Karten nur bei einigen wenigen Städten ausreicht.

Nach dem Auschecken ging es zuerst mal zum Einkaufen in ein Geschäft speziell für glutenfreie Lebensmittel. Ich hätte es hier ja gerne angeführt, doch leider hat es aktuell (2014) bereits wieder geschlossen. Dort kauften wir für mich jede Menge Toastbrot und Müsli ein, da wir die nächsten Wochen beim Frühstück großteils Selbstversorger sein würden.

Erster Zwischenstop war – für uns als ITler natürlich speziell interessant – das Google Headquarter in Mountain View. Dort sind wir ein wenig am Campus herumspaziert und haben die scheinbar lockere Arbeitsumgebung bewundert. Weiter ging es zum Apple Hauptquartier, welches uns leider total enttäuscht hat. Gut, wir hatten uns darauf nicht sonderlich vorbereitet, aber groß zu sehen gab es jetzt nichts und der Apple Store daneben hatte neben völlig überteuerten T-Shirts und Stiften nicht mal coole Gadets, die es sonst nicht auch in jedem anderen Apple Store weltweit geben würde.

Also weiter zu unserem Tagesendziel Mariposa, welches wir aus Ausgangsort für den Yosemite National Park ausgesucht hatten. Wir hatten ursprünglich die Überlegung direkt im NP zu übernachten, doch obwohl wir bereits über ein halbes Jahr vor Reisebeginn mit den Hotelbuchungen begonnen hatten, konnten bzw. wollten wir die doch sehr teuren Preise für die Hotelzimmer dort nicht ausgeben. So landeten wir also in Mariposa im Poppy Hill Bed & Breakfast und selbst hier bezahlten wir für eine Übernachtung mit Frühstück 166 $ – ein stolzer Preis (und trotzdem immer noch günstiger als in SFO die Tage zuvor).

Auf der Fahrt von Apple nach Mariposa nahmen wir nicht die kürzeste Strecke, die uns das Navi vorgeschlagen hatte, sondern fuhren eine Route, die im Straßenatlas als grün – und damit landschaftlich schöner (als der Rest) – markiert waren. Aufgrund der langen Trockenperiode fuhren wir also an völlig ausgetrockneten Feldern und Wiesen vorbei, die aufgrund des Wassermangels großteils schon gelb bis braun eingefärbt waren.