Oktober, 2009: Nachdem wir – mal wieder – aufs Auto warten mussten, konnte unsere Tour in den Norden heute endlich starten. Hier ein Kurzbericht des ersten Tages.

Der Wecker hat uns nach einer kurzen Nacht (zumindest für Tobi und mich) bereits um kurz nach sechs aus den Federn gerissen, damit wir ja pünktlich bei der Mietwagenfirma sein konnten. Kaum in der Stadt angelangt, begann es zu leicht zu regnen, was die Stimmung etwas trübte. Doch wir waren alle guter Dinge, dass sich das Wetter am heutigen Tag noch ändern würde.

Bei der Mietwagenfirma angelangt, teilte man uns gleich mal mit, dass unser Auto noch lange nicht fertig sei und wir wohl etwas drauf warten müssten (mal wieder), da es noch vollständig gereinigt werden müsse. Also schlenderten wir noch durch das Outletcenter von Perth, die sogenannte “Harbour Town”, wo Tobias und Tanja sich noch ein zweites Frühstück gönnten und ich mir im Abverkauf billige Flip Flops zulegte.

Um 9:15 läutete endlich unser australisches Handy – der Mietwagen sei abholbereit (45 min später als ausgemacht) und so konnte unsere Tour endlich starten. Unser Auto für die nächsten Tage war ein Nissan X-Trail, mit Allradantrieb, Automatik und Cruise Control. Zu unserem Erstaunen hatte es kein Kennzeichen von Western Australia sondern eines von Victoria 😉

Den ersten Halt machten wir bei Coles – einem Supermarkt – um uns mit Wasser und ein paar nicht-verderblichen Lebensmitteln einzudecken. Danach gings weiter zum Studentvillage, um das Auto mit unserem Gepäck zu beladen. Danach konnten wir um 10:30 endlich Richtung Norden aufbrechen. Leider regnete es die ersten 3h der Fahrt, weshalb diese (besonders hinter Roadtrains) teilweise ganz schön anstrengend wurde. Erst als wir in Geraldton – ca. 400km nördlich von Perth – ankamen, klarte der Himmel etwas auf und wir konnten am Strand ein wenig Sonne genießen. Nach einem späten Mittagessen (es war bereits halb vier), ging die Fahrt weiter nach Kalbarri, wobei wir uns für den “Scenic Drive” – die Alternativroute nach Kalbarri (abseits der Hauptstraße) – entschieden. Dort wurden wir endlich mit blauem Himmel und Sonnenschein belohnt und so erreichten wir nach ziemlich genau 600 km gegen 18 Uhr endlich unser Endziel: Kalbarri.

Nordtour

Bucht in Kalbarri

Nordtour

Unser Mietwagen

Die gebuchte Unterkunft “Kalbarri Reef Villas” entpuppte sich als toller und vor allem günstiger Geheimtipp, nur 2 Gehminuten vom Strand entfernt. Die kleine Anlage, die aus mehreren zweistöckigen Apartments, einem netten Pool und einer Waschküche bestand, lag mittem im Ortszentrum (sofern man von einem “Zentrum” sprechen kann). Nach Bezug des Apartments genossen wir bei einem langem Spaziergang am Strand einen wunderschönen Sonnenuntergang, der aufgrund der tollen Farben und des ruhigen Wassers fast schon wieder zu kitschig war. Die Bucht liegt geschützt hinter einer Landzunge, wodurch das Wasser sehr ruhig war, man aber gleichzeitig das Rauschen der brechenden Wellen in der Entfernung hören konnte.

Am Abend planten wir noch die Ausflüge – verschiedene Sehenswürdigkeiten im Kalbarri National Park – für den nächsten Tag. Wir blieben also noch eine weitere Nacht in Kalbarri und fuhren erst am übernächsten Tag weiter nach Denham. Weiter zu Tag 2 der Reise.