Am Tag 6 ging es von Carnarvon über die Blowholes und den Cape Range National Park nach Exmouth (Fahrtstrecke 500 km).

Nachdem wir am Vorabend noch im Reiseführer für die Gegend um Carnavon gestöbert hatten, haben wir kurzerhand beschlossen auf der Fahrt nach Exmouth noch ein paar zusätzliche Abstecher einzulegen. Zu allererst sind wir zur Satelliten Station in Carnavon gefahren, die unter anderem im Rahmen der Apollo Mission der NASA (erste Mondlandung mit Neil Armstrong) im Einsatz war. Die “Satellitenschüssel” hat einen Durchmesser von 12,8m und ist schon sehr imposant – besonders wenn man direkt davor steht.

Als nächstes haben wir nach der Überfahrt über den völlig ausgetrockneten Gascoyne River einen kurzen Fotostopp beim Hochwasserschild gemacht (drittes Foto). Wenn man bei der völligen Trockenheit an diesem Pfeiler steht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass das Wasser so hoch steigen kann. (Nachtrag 2014: Im Jahr 2010 wurde das komplette Gebiet völlig unter Wasser gesetzt und von diesem Pfeiler war wohl nichts mehr  zu sehen…).

Für den nächsten Stopp mussten wir einen kleinen Umweg fahren, der sich aber unserer Meinung nach wirklich sehr ausgezahlt hat: die Blow Holes. Diese liegen etwa 75km nördlich von Carnavon. Dort sind im Laufe der Zeit etwa 30 Löcher im Gestein entstanden, durch das nun die Brandung das Meerwasser bis zu 15 – 20 m in die Höhe katapultiert (Fotos!). Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

Weiter gings nach Exmouth. Doch bevor wir in den Ort fuhren, machten wir mit dem Allradauto noch einen Abstecher in den Cape Range National Park. Dabei hat gegen Ende aufgrund der “rumpeligen Piste” unser Auto und auch die Nerven meiner Schwester etwas gelitten 😉

Weiter gings nach Exmouth, um unsere Unterkunft für die nächsten Tage zu beziehen. Der Lighthouse Caravan Park, in dem wir uns einen kleinen Bungalow für die nächsten Tage gemietet hatten, hat uns leider total enttäuscht. Weder Türen noch Fenster ließen sich richtig schließen und so kamen gerade am Abend bei Licht jede Menge Ungeziefer durch vorhandene Ritzen reingekrochen. Im nachhinein mag es lustig klingen, aber Tobias musste uns Frauen vor einer 10 cm großen Heuschrecke “retten” (sprich: sie aus dem Haus entfernen) sonst wären wir diese Nacht sicher nicht schlafen gegangen 😉

Weiter zum nächsten Tag.