Anfang September 2009 starteten wir also unsere Tour in den Süden und Südwesten von Westaustralien. Es erwartete uns eine Tropfsteinhöhle in Margaret River, ein Leuchtturm und die Begegnung zweier Ozeane in Augusta, ein paar Wildtiere und die Überraschung über die Wahnsinns-Unterkunft in Pemberton. Doch zu Beginn gab es gleich mal eine Verzögerung beim Abholen des Mietwagens.

Der erste Weg führte uns mit dem Bus erst einmal in die Innenstadt von Perth, um dort bei Europcar unseren Mietwagen abzuholen. Unsere Vormieterin hatte diesen nur leider total verdreckt (mit rotem Wüstensand) und zu spät zurück gebracht und so mussten wir leider 45 Minuten länger auf das Auto warten als eingeplant. Spät aber doch händigte die Mitarbeiterin uns den Schlüssel zu unserem Mietwagen aus: ein blauer Mitsubishi Outlander mit Automatik und (wie wir etwas später feststellten) Tempomat, der erst 5130 km gefahren wurde – wir waren also höchstens die dritten oder vierten Mieter. 😉

Etwas nervös (aufgrund des Linksverkehrs) setzte ich mich dann also hinters Steuer und los ging die Fahrt Richtung Margaret River. Dort sahen wir uns “Lake Cave” – eine der vielen Tropfsteinhöhlen entlang der Cave Road – an. Wer in die Nähe dieser Höhle kommt sollte diese unbedingt machen – wir drei waren begeistert!

Nächster Stop war “Cape Leeuwin” in der Nähe von Augusta. Cape Leeuwin wird als südwestlichster Punkt von Australien bezeichnet und von den Australiern als die Stelle benannt, an der der Indische und der Antarktische Ozean zusammentreffen. Dort ist der Sand teilweise schwarz, was das Ganze etwas sonderbar wirken ließ.

Nächster und auch gleich letzter Stop für diesen Tag war der Beedelup National Park, kurz vor Pemberton, um dort zu übernachten. Auf dem Weg dorthin begann bereits die Dämmerung – die Zeit, in der man mit dem Auto ganz besonders vorsichtig in Australien unterwegs sein sollte, da nun die Wildtiere aus ihren Verstecken kommen. Unseren Weg zur Unterkunft kreuzten ein paar schwarze Wildschweine und ein Känguru (jedoch in sicherer Entfernung).

Die erste Nacht verbrachten wir in einem “Chalet” mitten im Wald – ein richtiges kleines Häuschen umringt von Hunderten von Karribäumen (Eukalyptusbäume, die bis zu 90 m hoch werden können) mit zwei Schlafzimmern und einem echten Kamin (siehe Foto) im Wohnzimmer. Eine Unterkunft, die wir uns nur aufgrund der Saison leisten konnten. Es herrscht hier offiziell immer noch Winter, weshalb so gut wie keine Touristen unterwegs sind und Hotels sich über jeden Gast freuen (und diese mit vieeeeeel billigeren Angeboten locken als wenn man hier erst in 2 – 3 Monaten herkommen würde). Genug geschrieben, es folgen die schönsten Bilder, da diese ja bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen.

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